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Personenverkehr oder Güterverkehr – Was ist besser?

Unsere Erfahrungen

Wenn sich angehende Lokführer*innen bei uns für einen Umschulungsplatz vorstellen, fragen Sie uns oft: „Sagen Sie mal! Personenverkehr oder Güterverkehr? Was ist besser?“ Auch in den Informationsveranstaltungen ist das immer wieder ein Thema.

Es gibt dann aber auch Teilnehmer*innen in unseren Kursen, die sich während der Ausbildung nochmal neu orientieren. Weil das also immer wieder ein Thema ist, beschreiben wir hier mal den Unterschied zwischen Personenverkehr und Güterverkehr. Wir beschreiben unsere Erfahrungen dazu, denn hier bei Railconzept kommen unsere Lokführer aus beiden Bereichen.


Vorab sei bemerkt: Wir bilden Sie in unserer Umschulung zum Triebfahrzeugführer*in für beide Bereiche aus. Denn in einem langen Berufsleben können sich die Interessen ja auch mal verändern. Darauf wollen wir Sie bestmöglich vorbereiten!

Wie läuft es im Güterverkehr?

Wie der Name ja schon sagt, geht es hier um den Transport von Gütern. Menschen, die nicht gerne zu festen Zeiten arbeiten, sind im Güterverkehr gut aufgehoben. Die Güterzüge sind viel als Langläufer unterwegs. Sie fahren zum Beispiel am Abend im Hafenbahnhof Hamburg, Bremerhaven oder Wilhelmshaven los und verkehren dann in Richtung Süden oder weiter in die Schweiz, nach Italien oder nach Südostasien weiter. Die wichtigste Aufgabe ist es, als Lokführer verschiedene Lasten oder Güter zu befördern. Ganz besonders im Bereich Güterverkehr haben diese Züge den Vorteil, dass man die schönsten Sonnenaufgänge und wunderschöne Landschaften beobachten kann.

Wie läuft es im Personenverkehr?

Im Personenverkehr geht es um die Beförderung von Personen. Wer feste, klarer geregelte Arbeitszeiten bevorzugt, ist im Personenverkehr gut aufgehoben. In vielen Unternehmen besteht die Möglichkeit, bevorzugte Schichten (Früh-, Tag- oder Spätschicht) zu arbeiten. In seltenen Fällen werden hier Nachtschichten gefahren, da der Reisezugverkehr oft in den Hauptbetriebszeiten läuft. Im Personenzugverkehr werden die Reisenden morgens in die Ballungszentren gefahren und am Abend aus den Großstätten wieder durch die Bahn zurück an die Wohnorte gebracht. Hier muss der Lokführer mit erhöhter Aufmerksamkeit unterwegs sein, auf der einen Seite müssen alle 5-7 min wieder gehalten werden.


Auf der anderen Seite sind die Signalabstände in den Ballungsräumen sehr gering. Hier wird oft am Bahnsteig oder am Signal gehalten. Der Vorteil für den Lokführer im Personenverkehr liegt darin, dass eine lange Planungsmöglichkeit der Dienstzeiten möglich ist. Dienstpläne werden vielfach schon bis zu 3 Monate im Voraus verteilt. Ein großer Nachteil wiederum ist dann, dass hier kurzfristige freie Tage, aufgrund der Planung nicht immer realisierbar sind.


In den letzten Jahren ist der Fernreisezugverkehr neu hinzugekommen. Diese Züge sind auf langen Strecken unterwegs, als Beispiel ist hier die Strecke Stuttgart- Frankfurt- Köln- Hamburg genannt. Hier werden die Personale nach ihrer festen Fahrzeit abgelöst und warten dann auf einen Zug in Richtung Heimatbahnhof. Hier werden hohe Geschwindigkeiten bis 220 km/h gefahren. Erfahrenen Lokführer kommen können hier zum Einsatz kommen. Meistens sind hier keine neuen Lokführer unterwegs, da hier eine Portion Erfahrung benötigt wird. 

Haben Sie zu diesem Thema noch weitere Fragen? Oder wollen Sie uns oder unseren Teilnehmer*innen Ihre eigenen Erfahrungen mitteilen? Dann nehmen Sie sich gerne Kontakt mit uns auf oder kommentieren Sie diesen Beitrag. Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Nachfragen!


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